18.08.07

Heiteres "Österreich"-Lesen

Am Samstag landet "Österreich" meist auch im Einkaufskorb, weil's so erheiternd zu "lesen" ist. "Westenthaler: Warum ich Politiker bleibe" wird schon am Titel ein "Interview" angekündigt. Bleibe? War er das denn je? Außerdem: "Das kurze Glück der Michaela Z.", denn die "Ex-Geliebte des Bullen (ist) geschieden"; also wieder jemand, die genau das richtige Format für "Österreich" hat. Wieder einmal ist dann Kaninchenzüchterverein Wien Süd (BZÖ) auf zwei Seiten angesagt, wobei mehrmals das Wort "Inszenierung" vorkommt, um zu genau dieser auch munter weiter beizutragen.

Fragwürdige Politiker(innen) und fehlende politische Aufgabe aber auch anderswo, bei den Grünen, wo uns "Österreich" ein Van der Bellen-Interview beschert, bei dem vor grünem Hintergrund mit Tschick posiert wird. Am 17.8.2007 verriet uns hingegen der "Standard", dass die Chefin der Wiener Grünen, Maria Vassilakou, ein paar Wochen in Griechenland Wahlkampf für die dortigen Grünen machen wird. PosterInnen fragen sofort nach ihrem (von der Stadt Wien bezahlten) Gehalt für diese Zeit, doch geht es dabei um Grundsätzliches.

Offenbar sind die Grünen in Wien so verzichtbar, dass eine Abwesenheit ihrer Chefin nicht weiter auffällt - was auch an der Person Vassilakou liegen kann, die über weiter Strecken vor allem zierlich-rosafarben gekleidet neben den wichtigeren Herren in den Grünen posierte, ohne wesentliche eigene Aussagen zu bieten. Dass sie Wien im griechischen Wahlkampf immer wieder erwähnen wird, beeindruckt Wiens Bürgermeister Michael Häupl sicher so sehr, dass die Stadt im Nu grüner und grüner wird.

Die Normalbürgerin kommt in "Österreich" meist nur als Opfer vor, beispielsweise als "die schöne Tote", wie ein Mordopfer regelmäßig genannt wurde, ehe es identifiziert und, siehe 18.8.2007, zum "Piercing-Mädchen" wurde. Wie man eine verstümmelte Leiche als "die schöne Tote" bezeichnen kann, wissen von nur Kriminalreporter bei "Österreich". Die geschrumpfte Fernseh- und Frauenbeilage von "Österreich" zeigt uns beispielsweise den frischgeschiedenen Mittsiebziger Richard Lugner mit zwei ausgesuchten jungen Urlaubsbegleiterinnen. Mit dem Titel "Eine ist sanft, die andere wild!" versehen hört sich das Ganze weniger harmlos an als die beiden vielleicht dachten oder es vielleicht gar Herr Lugner selbst plante.

Das Tolle an Kaninchenzüchtervereinen, die richtige Parteien ersetzen, ist das ewige Diskutieren über die Postenvergabe und mögliche Grabenkämpfe. Dabei werden auch noch die Exesten aller Exfunktionäre um bezahlte Stellungnahmen per Kommentar gebeten, so etwa Norbert Steger, heute Anwalt, 1986 von Haider von der FPÖ-Spitze entfernt. Er meint in "Österreich", Haider habe sich gegen das Überleben des BZÖ entschieden, indem er Westenthaler bleiben liess. Fein - es gäbe da noch weitere Kaninchenzüchtervereine....

Man muss ein wenig blättern, aber dann verrät uns "Österreich", warum Michaela Z. von wem geschieden ist. Ex-Geliebte von Ottfried Fischer (oder von egal wem) ist ja nun wahrlich ein Etikett, das einer Frau ohen Eigenleistung alle Türen in einer patriarchalen Gesellschaft öffnet. Wobei die Faszination für Fischer schwer nachzuvollziehen ist, gar nicht mal so sehr wegen seiner Leibsfülle. Offenbar fällt kaum jemandem auf, dass Fischer nahezu ohne Mimik und Gestik agiert und ein ausgefeiltes Setting von lebhafteren Charakteren braucht wie im "Bullen von Tölz" zu Beginn.

Einmal hab ich im Fernsehen Ausschnitte aus einem Kabarett mit Fischer gesehen. Ich hielt es zunächst für eine Parodie auf Anfänger-Versuche, wo Pointen leblos heruntergebetet werden. Aber nein, das war ernstgemeint, das ist Kabarett mit Ottfried Fischer. Nunja, Michaela Z. geriet dann an einen "Salzburger Millionär", der sie vor etwas mehr als drei Monaten heiratete. "Die ersten Ehekrisen machten sich bereits vor Wochen bemerkbar: Michaela trat fast nur noch solo auf." Wochen? Juni, Juli? Der Ehemann zog jedenfalls vor zwei Wochen aus und liess sich gerade eben scheiden. Für Frau Z. hat sich der Verzicht auf ehrlichen Erwerb des eigenen Lebensunterhaltes jedenfalls gelohnt: Unterhalt, Villa, Auto. (Aber eigentlich kann doch kein Mann heute im 21. Jahrhundert einer kinderlosen Frau nach ein paar Wochen Ehe unterhalt zahlen?)

Der Jahrestag von 9/11 naht, und da will "Österreich" beim Desinformieren natürlich nicht hinter anderen Medien nachstehen, die sich gerne von diesem Blatt abgrenzen. In der Buchbeilage wird "Der Tod wird euch finden" von Lawrence Wright vorgestellt, wo "Hunderte Aussagen von Geheimdienstagenten" zusammengetragen sind, sodass es so wirkt, als könne man Osama in der Höhle beim 9/11-Planen über die Schulter schauen. Solange nicht Menschen wie David Shayler (Ex-MI5) oder Ray McGovern (Ex-CIA) oder Wayne Madsen (Ex-NSA) unter denen sind, deren Statements einfliessen, sollt man so einem Buch icht über den Weg trauen.

Und das sind nur drei Namen, die mir spontan einfallen, und die für viele viele weitere Personen stehen....

Ray McGovern @ 9/11 Commission Report
Video mit Ray McGovern
Veteran Intelligence Professionals for Sanity
David Shayler über 9/11
Webseite von Wayne Madsen

und nicht zu vergessen: Piloten, Fluglosten, Ingenieure usw. usf, die sich für 9/11 Truth engagieren....

Neu bei den Ceiberweibern: Frauen in keltischen Mythen

Kommentare:

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