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17.09.07

Terrorparallelen BRD & A

1.) Mahomed Mahmoud und seine Ehefrau wollten auf Hochzeitsreise nach Ägypten fliegen, deswegen erfolgte der "Zugriff" am 12.9.2007.
2.) Mahmoud war ganz und gar nicht konspirativ, sondern suchte die Öffentlichkeit.

"Dass der Rädelsführer Fritz G. zufällig von Dr. Yussuf, einem ausgerechnet in Ägypten untergetauchten Mitarbeiter des Landesamtes für Verfassungsschutz in die Geheimnisse des Koran eingeweiht wurde, muss doch stark zu denken geben. Wie auch Fritz G`s interessante STERN-Interviews, sowie die bei dem Rädelsführer demonstrativ durchgeführte Wohnungsdurchsuchung zwei Wochen vor dessen Hochzeit und der Zwischenfall mit dem Durchstechen der Reifen am verfolgenden VS-Beobachterfahrzeug an der roten Ampel. Es bleibt der Eindruck, dass es in der neunmonatigen Observationsphase ziemlich familiär zuging. Da stellen sich Fragen über Fragen und keine wird beantwortet."
Lesen wir im Blog Susci! von Reinhard Lütkemeyer - kommt uns das nicht bekannt vor?

3.) Mahmoud wird von den Islamischen Glaubensgemeinschaft als "dilettantisch" beschreiben, was es wohl ziemlich genau trifft, da er vier Tage nach dem Upload des "Terrorvideos" (der in Deutschland erfolgte; er trug zum Inhalt ein paar österreichspezifische Aussagen bei) dem ORF-Report ein Interview gab. Dabei war klar, dass er etwas mit dem Video zu tun hatte, und er tarnte sich eher faschings(karnevals)mässig mit PLO-Tuch in Burqa-Manier.

"Schäubles Staatssekretär Hanning gibt dem Springer Verlag dann auch noch gleich die Adresse vom falschen Fritz mit, einer Person, die angeblich als „Gefährder“ aufgelistet ist, welche man aber beruhigt besuchen kann. Und jetzt passiert das Unglaubliche: Journalisten vom Springerverlag besuchen ca. am 13. Juni den falschen Fritz und fragen ihn wie er sich als Gefährder so fühlt. Der falsche Fritz spielt seine Rolle als Terrorist diesmal ganz ordentlich und sagt, dass er sich gut fühlt was schließlich kein Wunder ist: schließlich gehen ihn Schäubles 500 Kilo Sprengstoff, die zu diesem Zeitpunkt in seiner Garage liegen und einem Gesetz zum Durchbruch verhelfen sollen, nichts an."

schreibt das Satiremagazin Bild Total in "Schäubles grosses Terrormärchen".

4. Das Video wurde bei Spiegel Online und dem SITE-Institut veröffentlicht, letzteres gilt wie IntelCenter, ein anderer Anlaufpunkt für die "Erstsichtung" von derlei Medienprodukten, als Pentagon- und Geheimdienstnahe. Im Video kommt eine Sequenz mit Ayman Al Zawahiri vor, der nach der Ermordung von Präsident Sadat von den Briten in London beschützt wurde (und für das MI6 arbeitete?), 1999 im Kosovo mit Mujaheddin auf Seiten der UCK hilfreich war für den NATO-Krieg und der als rechte Hand Bin Ladens gilt.*

Al Zawahiris Videoauftritte erinnern an ältere Aufnahmen, weswegen sie bereits von Grafikexperten als Fälschung bezeichnet wurden. Auf manchen Videos ist Al Zawahiri zum Mossad-Agenten Pearlman geschnitten, der gerne, wie Zawahiri gekleidet, den "Islamisten" spielt und der auch mit den "neuen Bin Laden-Videos" in Verbindung gebracht wird. Das Logo As Sahab ("der Multimedia-Arm der Al Qaida" laut SITE-Institut) ziert sowohl Pearlman- Aufnahmen wie auch Al Zawahiri-Aufnahmen, und serviert wird das Menü beispielsweise von SITE.

"Umgekehrt erwarten wir vom Innenminister Schäuble, dass er die Angstmache mit seinen ständigen Kassandrarufen wegen des möglichen Einsatzes von radioaktiv verschmutzten Bomben beendet. Seine Leute sollen erst mal aufklären, wer in Wirklichkeit hinter der sogenannten „Islamischen Jihad Union“ steckt. Der Geheimdienst ISI in Pakistan ist genauso wenig wie der usbekische Geheimdienst ein harmloser Kindergarten. Anschläge unter falscher Flagge hat es in der Vergangenheit genug gegeben und für den CIA dürfte es ein Klacks gewesen sein, im rechtlosen Waziristan ein paar ISI-Leute oder Usbeken für eine gelungene Inszenierung zu schmieren."


Wieder eine weise Anmerkung bei scusi!, die sich auf Artikel des ehemaligen britischen Botschafters in Usbekistan, Craig Murray stützt:

Die Mysteriöse Djihad-Union
Deutscher Bomben-Plot: Die Djihad-Union

Auch lesenswert: Seltsames geschieht zwischen Deutschland und Usbekistan von Knut Mellenthin.

Wir haben also in Deutschland die angebliche Zugehörigkeit zur einer false flag-Terrororganisation und Leute, die unter der Nase des Verfassungsschutzes (oder für ihn?) agierten. In Österreich soll wiederum ein hier lebender Muslim verantwortlich gewesen sein für die "Globale Islamische Medienfront" im deutschprachigen Raum, der von Medien deshalb schon mal als "Bin Ladens Internet-Chef" bezeichnet wurde. Uploads der "GIMF" wurden sogar von privaten Internet-Sicherheitsfirmen präzise zurückverfolgt, was die Behörden aber offenbar nicht sehr beeindruckte.

"Laut PAN AMP (http://www.panamp.de/) erfolgte der Upload zur Endverbreitung auf Upload-Server in den USA bereits am Freitag, den 09.03.2007. Die Freischaltung der eingestellten Videos erfolgte am 10.03.2007 um 06:09. Der Vergleich der hierzu gewählten Programme, Tools und der Video-Kompression ergäbe ein zu 100% identisches Profil zu den Vorkommnissen aus Oktober 2005, so PAN AMP. Zusätzlich sei ein ungewöhnlich starker Anstieg in der verschlüsselten Kommunikation der "Global Islamic Media Front" GIMF festzustellen, die ab Erfurt übernehme, das Material aufbereite und dann auf die US-Server packe."

Was so alles auf "islamistische Webseiten" geladen wird, schildert Yahoo News unfreiwillig komisch:

"(Dubai) Im Internet ist ein weiteres Video aufgetaucht, das angeblich vom Terrornetzwerk El Kaida stammt. Die am Montag auf einer islamistischen Internetseite veröffentlichte Videobotschaft ruft zu Aktionen "kollektiver Vernichtung" in westlichen Ländern auf. "Es gilt, den islamistischen Terrorismus in den Westen zu tragen, damit dieser ein den Naturkatastrophen ähnliches Phänomen wird", heißt es in dem Video, das Bilder des brennenden World Trade Centers in New York und Szenen aus islamistischen Ausbildungslagern zeigt. Es enthält außerdem Tonaufnahmen mit alten Äußerungen von El-Kaida-Chef Osama bin Laden.

Die Terrororganisation hatte bereits am 8. und 11. September zwei Videobotschaften verbreitet, in denen die vor sechs Jahren verübten Anschläge auf das World Trade Center in New York und das Pentagon in Washington gelobt wurden. In der ersten Botschaft hatte sich Osama bin Laden erstmals seit drei Jahren wieder mit einem Video zu Wort gemeldet. Dieses wurde von der US-Regierung als echt eingestuft."


Das "als echt eingestufte" Video zeigt einen Osama mit kurzem schwarzem Bart, der dem Osama etwas ähnlich sieht, der uns 2004 in einem Video angeboten wurde, das den Republikanern Wahlhilfe leistete. Er ist sogar so ähnlich, dass man sich fragt, ob er drei Jahre lang mit derselben Kleidung im gleichen Raum gesessen hat, um nochmal abgefilmt zu werden. Das offenbar als nicht echt eingestufte zweite "neue" Video ist jenes, wo Adam Pearlman in seiner typischen Turban-Verkleidung als "Islamist" einen Text spricht, mit dem Bin Laden vom "echten" neuen Video im Hintergrund als Standbild. Bevor es zu vewirrend wirkt, sei die Frage gestattet, ob uns nicht zwischen dem Wahlwerbe-Osama und dem aber wirklich echten Osama vom September 2007 nicht doch gelegentlich wieder ein Osama serviert wurde. Nach dem bewährten Strickmuster "Bild ist alt, Ton soll ganz neu sein".

Yahoo News zeigt leider nur ein Standbild vom lachenden Osama, das man mit Kenntnis von "The Shadows in the Cave" (The Power of Nightmares Teil 3) sofort dem Jahr 1998 zuordnen kann. Ob es aus dem Video stammt? Das SITE-Institut hat es offenbar diesmal nicht als Erstes bekommen, denn auf der Webseite ist heute nichts zu entdecken. Ähem...ich hätte da auch noch eine Frage: warum macht As Sahab, der "Multimedia-Arm der Al Qaida", so scharfe Aufnahmen von einem Mossad-Mann, aber nur unscharfe von Osama, wenn es nicht überhaupt nur Osama-Standbild mit Ton gibt?

Halten wir also für den Fall Österreich nochmal fest:

Mohamed Mahmoud gründet letztes Jahr die Islamische Jugend Österreich als Verein, gegen den Protest der Islamischen Glaubensgemeinschaft und der Muslimischen Jugend Österreich (wegen der Inhalte und wegen Verwechslungsgefahr). Die Vereinspolizei untersagt den Verein nicht. Mahmoud, der maximal 4 Leute um sich scharen kann (die MJÖ tausende), zieht die Aufmerksamkeit des Verfassungsschutzes auf sich, weil er sich gegen die Teilnahme an der Wahl 2006 ausspricht. Am 9.3.2007 wird das "Terrorvideo" mit Anmerkungen auch zu Österreich von Deutschland aus verbreitet, vier Tage später steht Mahmoud dem ORF für ein Interview zur Verfügung als einer der Beteiligten (an der Verbreitung - aber wo ist die Grenze zwischen Beteiligung und Verbreitung?).

Mahmoud sucht die Öffentlichkeit, er steht gerne zur Verfügung, wenn es um Abgrenzung von der Muslimischen Jugend und der Islamischen Glaubensgemeinschaft geht. Zugleich ist es Abgrenzung vom Leben der meisten Muslime und vom relativen sozialen Frieden in Österreich. Dadurch, dass der Islam schon lange staatlich anerkannte Religionsgemeinschaft ist, gab es bislang immer interreligiöse Dialoge mit gleichberechtigter Teilnahme islamischer VertreterInnen, auch nach 9/11. Als anerkannte Religionsgemeinschaft hat der Islam auch das Recht, Gotteshäuser zu bauen. Wenige Tage vor der Verhaftung der "Dilettanten" begann zuerst Jörg Haider (BZÖ) ein Bauverbot für Minarette zu fordern, in Kärnten, wo relativ wenig Muslime leben und nur von einem neuen Gebetsraum in einem alten Haus die Rede ist.

Danach bleibt das Thema an der Tagesordnung, denn es gibt weitere Wortmeldungen, zustimmende wie kritische, und Medienberichte und Kommentare. Am 12.9., dem Tag der Verhaftungen, gibt es voher einen gut passenden Kommentar der US-Botschafterin im "Kurier", während ebenfalls vorher Ariel Muzicant von der Israelistischen Kultusgemeinde bei einer Pressekonferenz dauernd von Terrorsympathisanten unter den Muslime spricht.

Das "Terrorvideo" besteht aus einem maskierten Sprecher in einem amateurhaft improvisierten Studio, Ausschnitten aus einer Al Zawahiri-Botschaft, die viele für ein Fake halten, und touristische Fotos aus Österreich. Al Zawahiri hat wie gesagt enge anglo-amerikanische Bezüge und erscheint auch in Videos mit "Islamist" Pearlman vom Mossad.

Medien interessieren diese Zusammenhänge nicht, während sie dazu angehalten sind, Aussagen von Imamen aus dem Jahre Schnee zutage zu fördern, die man der Glaubensgemeinschaft um die Ohren hauen kann, die so auf Konsens, Friede und Integration aus ist. Wenn das alle nichts hilft, kann ma immer noch in Frage stellen, dass sie das Recht hat, für Muslime zu sprechen, weil die Wahlbeteiligung wie in anderen Gremien ausserhalb des Nationalrates gering ist.

Fragt sich also in alter kriminalistischer Manier: Cui Bono?
Dem Islam? Muslime in Österreich und Europa?
Der Bundesregierung, die alle Hände voll zu tun hat, sozialen Frieden zu bewahren und souverän Hysterisierung in die Schranken zu weisen?

Bei den Ceiberweibern dazu: Bericht von der Pressekonferenz der Islamischen Glaubensgemeinschaft und der Muslimischen Jugend am 17.9.

Und wir stellen The Power of Nightmares, über die Neocons und den Mythos Al Qaida, ausführlich vor.

Läuft der Iran-Countdown? wertet ein paar eher beunruhigende Berichte aus...

* Kosovo, Bosnien und Mujaheddin:
"How the US & Iran have Cooperated to Sponsor Muslim Terror" - im Jahr 1995 wurde aus der bosnischen Armee eine Ansammlung überzeugter Muslime. Unterstützung kam u.a. von den Mujaheddin aus Afghanistan.
Bin Laden in the Balkans
Osamagate - Zusammenarbeit der US-Regierung mit Bin Laden am Balkan, auch im Jahr 2001
Al Zawahiri und der Balkan
Iran-USA-Mujaheddin am Balkan

11.09.07

6 Jahre 9/11

Anstatt langer Texte möchte ich nun einfach nur auf interessante Links verweisen - sie zeigen, dass es nach sechs Jahren eine breite alternative Öffentlichkeit gibt, die Terror und internationale Politik selbständig bewertet. Anfangs, 2001, waren wir noch verglichen mit heute wenige und nutzten auch vor allem Artikel und nicht Blogs oder Youtube.

"Wo warst du am 11.9.2001?" ist eine Frage, die uns wohl noch lange begleiten wird. Vielleicht war es ein Vorteil, dass ich nicht vermeintlich live vor CNN dabei war, sondern 9/11 in einer Radionachrichten-Zusammenfassung am Nachmittag unserer Zeit hörte. Eigentlich drehte ich oft schon den Fernseher auf und ging auf Nachrichtensender, wenn ich heimkam, doch an diesem Tag tat ich das nicht und war auch nicht online. Ich musste aber einkaufen und hatte Probleme mit der Kamera, die ich für eine Pressekonferenz am 12.9. brauchte (die dann wie alles andere gecancelt wurde).

Also nahm ich sie mit zu einer Filiale des Geschäftes, von dem wir sie hatten, und dort waren alle Fernseher auf ein Programm geschaltet, bei dem Menschen vor einer Staubwolke davonliefen. Den Straßenschluchten nach zu urteilen konnte es sich um Manhattan handeln und wirkte wie ein Katastrophenfilm unter dem Motto "Flutwelle in New York". Zu Hause drehte ich dann eben das Radio auf, und da hiess es, dass zuerst zwei Flugzeuge, dann noch eins World Trade Center bzw. Pentagon getroffen hätten und dass Bush auf der Flucht sei, ein Terroranschlag. Das ist zuviel dachte ich, drei Flugzeuge, Bush fliehend, das ist eher ein Putschversuch. Und ich begann mit 9/11 - Recherche...

Nun wird in New York protestiert, der 9/11 kritische Filmemacher Alex Jones wurde verhaftet, und auch in Brüssel gab es eine Demo, weltweit werden 40 Kundgebungen am 11.9. gemeldet. Beim APEC-Gipfel, der am 9.9. in Sydney zu Ende ging, wurde recht rüde mit friedvollen DemonstrantInnen verfahren, die gegen den Irakkrieg auftraten. Am 15.9. findet in den USA ein Marsch gegen den Irakkrieg statt. Ebenfalls am selben Tag wird in Berlin für den Rückzug der Deutschen aus Afghanistan und den Austritt aus der NATO demonstriert.

Cindy Sheehan wurde in Washington beim Kongress-Hearing von Irakkriegsgeneral Petraeus verhaftet; sie fordert eine unabhängige 9/11-Untersuchung. 130 amerikanische Ingenieure und Architekten haben sich lange mit dem Einsturz des WTC befasst und wollen heute ihre detaillierten Ergebnisse veröffentlichen. Sie sind davon überzeugt, dass die Türme gezielt und vorbereitet gesprengt wurden, was russische Experten ebenfalls für möglich halten.

Um den 6. Jahrestag gibt es einerseits die Meldung über einen damals Fünfjährigen in einem deutschen Kindergarten, der laut Betreuerin von einer Konversation vor 9/11 berichtete, in der es offenbar um die Anschläge ging. "Jetzt rekrutiert die CIA schon Fünfjährige!" oder "reichen 100 Osamas nicht?" sind die Kommentare dazu in Webforen. Nunja, auch Osama soll es wieder geben, als perfekte Ergänzung zu Bush-Plänen, immer das diskreditierend, was diesen entgegensteht. Defense Intelligence Agency und ähnliche Zeugen behaupten, Bin Laden müsse sich "wie eine Nadel in einem freundlichen Heuhaufen" an der pakistanisch-afghanischen Grenze verstecken. Auch für Justin Raimondo von antiwar.com klingt der Inhalt des Bin Laden-Tapes nach einem amerikanischen Verfasser und von der Tendenz her ähnlich wie Noam Chomskys Argumentationen.

Ganz besonders echte Bin Laden-Videos gibts bei Youtube und What Really Happened. Da das neue, das an den Bin Laden von 2004 erinnert, der wenig Ähnlichkeit hat mit dem nierenkranken Bin Laden von 2001, nicht rasend überzeugend ist, soll es nun noch ein neues geben. Der britische Telegraph macht Adam Gadahn als Autor eines Al Qaida-Tapes ausfindig, natürlich ein "Al Qaida"-Mann, der in Wahrheit Adam Pearlman heisst und Mossad-Agent ist, sodass ihm auch Mainstream-Medien wenig Glaubwürdigkeit geben. Es fragt sich, ob auch das Bin Laden-Tape von ihm stammt, zumal das ganz ganz Neue mit dem Standbild ihn sprechenderweise zeigt.

Als Fälschung erscheint es auch deshalb, weil alle neueren Bezüge offenbar hineingeschnitten wurden, da das Bild dann eingefroren wirkt. Offenbar hat sich Bin Laden seit dem Video von 2004 nicht mal umgezogen und sitzt auch ziemlich gleich da. Bin Laden hat des gefärbten Bartes wegen einen Vertrag mit "Just for Men" unterzeichnert, meint ein humorvoller Blogger. Bin Laden klingt schon wieder, wie 2004, wie die Demokraten, meint der Fox-Watch-Blog News Hounds. Übersetzt wurde das Video von SITE, einem u.a. von Rita Katz gegründeten Institut. Nun wurde zu Mittag ein "neues Video" gezeigt, genauer ein Standbild, offenbar wieder von SITE, und man sieht Mr. Pearlman dazu sprechen. (Beim ORF kommentiert dies US-Korrespondent Eugen Freund ganz ernsthaft als echtes Video.)

Bin Laden wurde 2001 zum letzten Mal wirklich aufgenommen. In jenem Jahr begab er sich nachweislich zweimal in Spitalsbehandlung wegen seiner Nieren: Im Juli im American Hospital in Dubai, wo er Besuch vom örtlichen CIA-Agenten erhielt, und am 10.9. 2001 wurde er ins Militärspital von Rawalpindi, Pakistan mit besten Pentagon-Kontakten eingeliefert. Im Dezember 2001 häufen sich Meldungen über seinen Tod im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet.

In Deutschland treiben nun die "Bleichmittelbomber" ihr Unwesen, die gerade noch in den letzten Vorbereitungen ertappt wurden. Das Gemisch, das sie als Sprengladung vor amerikanischen Einrichtungen einsetzen wollten, soll so instabil gewesen sein, dass sie rasch handeln mussten. Geholfen haben amerikanische Dienste, sodass die Deutschen sie mit gesamt 300 Mann in den Ermittlungen in einem Ferienort in Hessen beobachten und stellen konnten.

Blöd nur, dass sich immer mehr Menschen wegen der Ungereimtheiten fragen, ob die Terroristen von heute Vollidioten sind. Beziehungsweise, was die Behörden eigentlich bezwecken, wenn sie "instabiles" H2O2, aus dem man mit zwei anderen Komponenten TATP basteln kann, als Grund für den Zugriff zu diesem Zeitpunkt anführen. Auch ohne Chemiekenntnisse fällt auf, dass von Februar bis August beschafftes H2O2 nicht erst instabil geworden sein kann; auch dass es von TATP noch die Kleinigkeit des Zusammenmischens entfernt ist, bei der sich die drei Männer wahrscheinlich selbst in die Luft sprengen und schließlich, dass die Polizei ja 35%iges H2O2 gegen 3%iges, ein gängiges Desinfektionsmittel, ausgetauscht haben will.

Man hatte die Männer auch längst im Visier, sie standen mit ihren Plänen im "Focus" (Mai 2007), was sie von nichts abgehalten hat. Im hessischen Dorf stiegen sich die Ermittler so auf die Füsse, dass die normale Bevölkerung sie erkannte, nur die drei "hochprofessionellen" Terroristen checkten nichts. Sie sollen so kommuniziert haben, dass sie Ordner im Web anlegten und dort Dokumente hinterliessen - dazu braucht man keine Onlinedurchsuchung von Rechnern, sondern es reicht, vom Provider Zugangsdaten zu bekomen, was bereits jetzt gesetzlich möglich ist.

Weitere Infos dazu: "Das Märchen vom Terror-Fritz" "Wasserbombenklamauk" "Von Oberschlesien nach Usbekistan" "Die Terroristen hätten den angeblichen Sprengstoff nicht herstellen können" "Tödliche Befehle aus dem Callshop" (eher in der Kategorie "absurd") Über die Dummheit von gefassten Terroristen und über nützliche Terroristen, die dann pünktlich da sind, wenn man sie braucht, und natürlich "Terroranschlag vereitelt?".

Weitere Links:
www.info911.eu
Much Love - C.I.A. (ein Song zu 9/11)
www.911truth.eu
www.ae911truth.org
www.pilotsfor911truth.org

Die Märchen des "Spiegel": Teil 1 * Teil 2 * Teil 3 * Teil 4

PS: Zwei Globalisierungskritiker, die in Heiligendamm gegen den G8-Gipfel demonstrierten, fanden ein "Ortungsmodul" an ihrem Auto, mit dem sie überwacht wurden, und versteigerten es wieder Zuhause für einen guten Zweck. Nun werden sie der Hehlerei angeklagt, was im Blog "Küchenkabinett" zu diesen Überlegungen führt: "Das “Ortungsmodul” sei schließlich Staatsbesitz. Der Verkauf von Objekten, die einem nicht gehören, sei entsprechend Hehlerei.
Dies wirft belustigende weiterführende Fragen auf. Nehmen wir mal an, man findet an seinem Auto ein solches Gerät.

Man möchte sich aber gar nicht überwachen lassen und macht es kaputt oder wirft es schlicht in den Müll. Ist das dann Zerstörung von Staatseigentum? Oder Widerstand gegen die Staatsgewalt? Vorsichtig sollte man vielleicht auch mit dem künftigen Bundestrojaner umgehen, der mittelmäßiger Anti-Spyware vermutlich keine zwei Wochen standhält. Sorgfältigerweise sollte man ihn wohl lieber in Quarantäne verschieben und aus oben genannten Grund eine Löschung vermeiden."