12.12.07

Medien-Macht

Heute abend gibt es einen Neustart des einst beliebten Diskussionsformats "Club 2" im ORF. Das Thema "Meinungsfabriken - wer bestimmt, was wir denken?" hätte unter meiner Mitwirkung diskutiert werden sollen, was auf den ersten Blick sehr ehrenvoll und schmeichelhaft klingt. Allerdings ist es der Weg von der persona non grata der Medienszene zum Diskussionsgast keineswegs so einfach nach Stigmatisierung, Marginalisierung, im Stich lassen gegen Zensurversuche und Verleumdungen, direktem Schneiden durch langjährig Bekannte in der Medienwelt. Samma wieda gut, es woa nix, und vor allem: red'ma nimma drüba?!

Sicher nicht - weshalb ich so eine Einladung auch dankend ablehne und von "den Medien" erstmal einen Lackmustest dafür verlange, dass in Zukunft auf Desinformationen, Kampagnen, Inszenierungen und regelrechte Aktionen gegen demokratische Institutionen verzichtet wird. Ein ideales Beispiel ist der Umgang mit Verteidigungsminister Darabos, der im Sommer den US-Raketenschild kritisierte, der ein Interesse nationaler Sicherheit der USA darstellt, was die Schlüsselfeststellung für den Einsatz von Geheimdiensten ist.

Somit steht bei allem, was gegen seine Politik oder seine Person gerichtet ist und über differenzierte Kritik hinausgeht, der Verdacht im Raum, dass Geheimdienste dahinterstecken. Medien sollten sich niemals zu deren Handlangern machen, auch wenn es viel an Mut und Rückgrat erfordert. Wer hier Integrität beweist, auf Opportunismus, den bequemen Weg und Vergünstigungen verzichtet, wahrt nicht nur seine Würde, sondern auch die eines anderen Menschen. Nunja, mal sehen, was dieser Appell an die Medienwelt bewirken wird....er müsste auch Auswirkungen haben auf den Umgang mit der Regierung als solche, da dieser vielleicht die einfachere Aufgabenstellung ist.

Aufgrund meiner bitteren Erfahrungen mit den erwähnten Kräften habe ich im Sommer die durchgängige harsche Medienkritik an Minister Darabos thematisiert, der ja schlicht sein Amt souverän ausübte. Ich wollte nicht, dass ein anderer Mensch ähnliche Erfahrungen wie ich machen muss, der zudem von den heftigen Gegenreaktionen eigenen Angaben nach überrascht war. Seither habe ich natürlich auch beobachtet, womit der Minister an die Öffentlichkeit tritt und welche Behandlung er dabei erfährt, und dies kommentiert.

Wer sich diesen Kräften nicht unterwirft, sondern für sein Land und seine Rechte eintritt, hat nicht nur mit Kampagnen, Inszenierungen, Falschmeldungen, Diffamieren zu rechnen, sondern nach meinen Erfahrungen auch damit, als ganze Person ins Visier zu geraten. Dies kann dazu führen, dass man "ihnen" auch unweigerlich Macht über sein Leben gibt, während man auf der Ebene vertretener Inhalte durchaus beharrlich bleibt und nicht nachgibt. Dabei landet man, ohne es recht zu merken oder gar nicht das Gegenteil dessen zu wollen, bei einem Leben im Schatten dieser Kräfte. Bedürfnissen und Wünschen wird selbstquälerisch nicht nachgegeben, weil man nicht weiss, was "sie" dann unternehmen, um einen zu treffen. Eher noch schmerzhafter wird es, wenn auch andere Menschen involviert sind, die unweigerlich ebenfalls in diesen Schatten geraten.

Mein Prinzip wurde, "ihnen" (durch den Filter all dessen, was sie vorschicken) ohne Angst in die Augen zu sehen und so zu leben, wie ich will - nicht als unbedachter, naiver Überschwang, sondern begleitet mit strategischen Überlegungen, mehreren Handlungsszenarien und kreativem Widerstand. Was natürlich auch Situationen beinhaltet, wo ich nicht jede Eventualität abschätzen kann, sondern in gewisser Weise einfach "springen" muss. So, wie ich ganz aktuell in inhaltlicher Hinsicht bei der Arigona-Inszenierung "springen" musste, weil mir klar war, worauf sie hinauslief und nur wenig Zeit blieb, dies zu verhindern.,...

1 Kommentar:

IMHO hat gesagt…

Hallo Alexandra! Ich habe auf deinem Blog schon mal einen Kommentar geschrieben und weil mich das was du über deine "Feinde", oder deinen "Feind" geschrieben hast, interessierte, habe ich mich im Internet auf die Suche gemacht. Ich glaube, ich habe auch etwas gefunden, was von demselben Autor stammt. (paranormal.de) Das wäre aber nicht wert hier vermerkt zu werden. Ich habe einen anderen Grund, wieder in deinen Blog einzutragen. Wurde ich schon verleumdet, oder hat sich jemand an dich "herangeschmissen" um dir etwas zu erklären von dem was ich dir geschrieben habe? Würde mich nicht wundern, denn "er" scheint jetzt das bei mir zu machen, was "er" bei dir macht. Erstens hatten wir einen "Wurm" und das System brach zusammen. Ob etwas verschickt wurde, weiß ich nicht. Was ich aber weiß ist Folgendes. Ich habe einen Blog http://www.jajin-sod.blogpsot.com/ auf dem ich dein Problem erwähnte. Heute sah ich nun (ich hoffe "er" macht das nicht rückgängig), dass auf dieser Adresse eine Bibelseite ist, während mein Blog auf http://jajin-sod.blogpsot.com/ zu finden ist. Wie lange das schon der Fall ist, kann ich nicht sagen. Lustig, nicht? Falls du ihn einmal verklagen solltest, schließe ich mich an.

Grüße

Susanne